Isoflavone Research Initiative

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Isoflavone

Forschung mit Isoflavonen

Isoflavone zählen zu den besterforschten Pflanzeninhaltstoffen, mit mehr als 10.000 Publikationen zu den verschiedensten Wissensgebieten, unter anderem zu

  • • Untersuchungen von Isoflavoneffekten an Rezeptoren und Enzymen in vitro
  • • Effekten von Isoflavonen auf Muster der Genexpression
  • • Effekten in Tiermodellen der Knochengesundheit, des Herz-Kreislauf-Systems, von Krebs oder estrogenen Effekten, um nur einige wenige zu nennen
  • • toxikologischen Untersuchungen und Sicherheitsstudien am Tier
  • • Bioverfügbarkeit und Kinetik der Isoflavone
  • • klinischen Studien von Beobachtungsstudien bis hin zu randomisierten kontrollierten Studien zu Fragen des gesundheitsbezogenen Nutzens
  • • klinischen Sicherheitsstudien zu spezifischen hypothetischen Risiken (z.B. Krebs oder Schilddrüse)
  • • Ernährungserhebungen
  • • epidemiologischen Studien

Der gesundheitsbezogener Nutzen im Hinblick auf Wechseljahresbeschwerden, Knochen- oder Herz-Kreislauf-Gesundheit, Krebsprävention und kognitive Effekte wurde vielfach in Anwendungen am Menschen beobachtet und in Tierexperimenten und/oder in vitro-Studien bestätigt.

Viel Forschung war der Anwendungssicherheit gewidmet, weil Soja für den Menschen ein Grundnahrungsmittel ist. Die Sicherheit der Isoflavone in Mengen, die der Zufuhr über die Nahrung entspricht, hat sich als sehr gut herausgestellt. Sicherheitsbewertungen wurden in jüngerer Zeit von der französischen Agentur für Lebensmittelsicherheit (Anon 2005), dem japanischen Gesundheitsministerium (Anon 2006) und dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (Anon 2007) durchgeführt. Gegenwärtig befasst sich die EFSA mit einer erneuten Untersuchung der Sicherheit und Wirksamkeit der Isoflavone (EFSA 2009).

Während die französische Agentur bis zu einer Dosis von 60 mg Isoflavone (Aglyka) pro Tag kein Risiko fand, schloss das japanische Gesundheitsministerium im Jahr 2006 auf eine sichere Dosis von 100-105 mg/Tag (als Aglyka). Das deutsche BfR definierte keine sichere Dosis – eine Aufgabe, die dem laufenden Bewertungsverfahren der EFSA überlassen wurde.

Referenzen

Anon. (2005). Sécurité et bénéfices des phyto-estrogènes apportés par l'alimentation - Recommendations. Paris: AFSSA.
Anon. (2006). Fundamental concepts in the safety assessment of foods containing isoflavones for the purpose of specified health use. Tokyo: Japanese Ministry of Health.
Anon. (2007). Isolierte Isoflavone in Nahrungsergänzungsmitteln und bilanzierten Diäten. Gesundheitliche Bewertung des BfR vom 30. 11. 2007
EFSA (2009). The use of dietary isoflavones and isolated isoflavones from soy or red clover in food and food supplements. Parma: European Food Safety Authority (EFSA).

  • Definitionen   ( 4 Beiträge )
  • Pharmakokinetik   ( 1 Beiträge )

    Parameter der Resorption, der Biotransformation, der Verteilung in die Gewebe und der Ausscheidung wurden in vielen Studien an Mensch und Tier untersucht. Obwohl in der Tat sehr viel dazu bekannt ist, gibt es hinsichtlich der Unterschiede zwischen Zier und Mensch noch viele Missverständnisse. So können zum Beispiel Daten aus Untersuchungen an Nagern nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen werden, unter anderem weil Nager sehr viel höhere Serumspiegel freier und unkonjugierter Isoflavone erreichen können,und weil Nager Isoflavone sehr effizient in S-Equol umwandeln können. Solche Unterschiede gillt es zu berücksichtigen, wenn es um die Frage des Nutzens und der möglichen Anwendungsrisiken einer Exposition gegenüber Isoflavonen geht. 

  • Pharmakodynamische Effekte der Isoflavone   ( 2 Beiträge )
  • Isoflavonhaltige Pflanzen   ( 5 Beiträge )
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